Blutegeltherapie

Die Blutegeltherapie gehört neben dem Aderlass und dem Schröpfen zu den ausleitenden Therapieverfahren.
Wie der Begriff "Ausleitung" schon sagt, geht es bei diesem Verfahren um eine Blutentziehung. Viele Naturvölker haben solche Ausleitungen schon vorgenommen, wenn sie von einer fehlerhaften "Säftemischung" (Blutzusammensetzung) als Ursache der Krankheit Ausgegangen sind.

Die Wirkung der Blutegel wird nicht nur durch den Blutentzug hervorgerufen, sondern auch durch den Speichel, den der Blutegel in die Blutbahn abgibt. Er enthält Substanzen, die eine gerinnungshemmende, entzündungshemmende und gefäßerweiternde Wirkung haben. Deshalb wird diese Therapie erfolgreich bei folgenden Erkrankungen eingesetzt wie:


Der Biss des Blutegels ist relativ schmerzarm. Man kann diesen mit einem Insekten- oder Nadelstich vergleichen. Nach dem Biss und während des Saugens kann zwischendurch ein leichtes Brennen, ähnlich der Berührung einer Brennnessel, auftreten. Nach 20 - 60 min. ist der Blutegel mit 3-6 ml. Blut gesättigt und lässt los. Die Wunde kann noch 4-24 Stunden nachbluten. Der gesamte Blutverlust kann bei einer Behandlung mit 10 Blutegeln zw. 200-400ml betragen.
(zum Vergleich: bei einer Blutspende wird zw. 250-500ml Blut abgenommen).
Es ist empfehlenswert, sich anschließend 1-2 Tage Ruhe zu gönnen.

Wie bei jeder Therapie gibt es auch hier Gegenanzeigen. Die Blutegelbehandlung darf nicht durchgeführt werden bei: